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Eigentumswohnung kaufen

Eigentumswohnung kaufen

der erste schritt: bestandsaufnahme und finanzierung klären

Bevor du überhaupt anfängst, Exposés zu wälzen und Besichtigungstermine zu vereinbaren, musst du Klarheit in deinen eigenen vier Wänden schaffen – und zwar in deinem Portemonnaie. Viele machen diesen Fehler: Sie verlieben sich in eine schicke Wohnung und merken dann erst, dass die Finanzierung wackelig wird. Das vermeiden wir.

wie viel kann ich mir wirklich leisten?

Das ist die wichtigste Frage überhaupt. Miete war gestern, heute sprechen wir über Rate, Nebenkosten und Eigenkapital. Rechne realistisch, was monatlich an die Bank gehen darf, ohne dass du dich jeden Monat anspannst. Denke daran: Die monatliche Rate sollte idealerweise nicht mehr als ein Drittel deines Nettoeinkommens betragen. Für den Kauf einer Eigentumswohnung brauchst du Eigenkapital. Dieses Geld deckt die Kaufnebenkosten ab, die oft unterschätzt werden.

Zu den Kaufnebenkosten gehören:

• Grunderwerbsteuer: Je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises.

• Notar- und Grundbuchkosten: Rechne mit etwa 1,5 % bis 2,0 %.

• Eventuell Maklerprovision: Diese Kosten teilst du dir oft mit dem Verkäufer.

Wenn du diese Kosten nicht aus Eigenkapital decken kannst, musst du sie mitfinanzieren. Das erhöht deine Gesamtschuld und damit die monatliche Belastung. Ein Puffer für unerwartete Reparaturen direkt nach dem Kauf ist auch Gold wert. Plane also lieber etwas konservativer, wenn du zum ersten Mal eine Immobilie erwirbst.

die bankgespräche – frühzeitig informieren

Geh frühzeitig zu deiner Hausbank und eventuell zu einem unabhängigen Finanzierungsberater. Lass dir verschiedene Szenarien durchrechnen. Es geht nicht nur darum, ob du den Kredit bekommst, sondern unter welchen Konditionen. Frage gezielt nach der Zinsbindung. Für den Kauf einer Eigentumswohnung in einer angespannten Marktlage ist eine längere Zinsbindung (zum Beispiel 15 Jahre) oft sicherer als eine kurze von nur fünf Jahren. Du brauchst eine solide Grundlage, um später bei der Finanzierung nicht überrascht zu werden.

die suche: was macht diese wohnung zu *deiner* wohnung?

Jetzt beginnt der spannende Teil: die eigentliche Suche. Du suchst nicht einfach nur vier Wände, du suchst einen Lebensmittelpunkt. Was ist dir wirklich wichtig, wenn du eine Eigentumswohnung kaufst?

VIDEO: Eigentumswohnung kaufen Tipps fr Einsteiger (2025)

standort, lage, lage – aber was bedeutet das konkret?

Jeder sagt: Lage ist alles. Aber was bedeutet das für dich? Wenn du jeden Tag pendeln musst, zählt die Anbindung an den ÖPNV oder die Autobahn. Wenn du Kinder planst, sind Kitas und Schulen wichtig. Wenn du Ruhe suchst, ist die Nähe zu Parks und ruhigen Ecken entscheidend. Schau dir die Nachbarschaft zu verschiedenen Tageszeiten an. Ist es morgens stressig oder abends ruhig? Mache einen Spaziergang um den Block, bevor du eine Entscheidung triffst.

die substanz und die gemeinschaft prüfen

Bei einer Eigentumswohnung kaufst du nicht nur die Einheit selbst, sondern wirst Teil einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG). Das ist ein oft unterschätzter Punkt beim Hauskauf im Vergleich zur Eigentumswohnung. Du teilst dir das Haus mit anderen. Sprich mit dem Verwalter oder dem Makler über die WEG.

Wichtige Fragen, die du stellen musst:

• Wie hoch ist die Instandhaltungsrücklage? Ist sie ausreichend gefüllt? Eine niedrige Rücklage kann später hohe Sonderumlagen bedeuten.

• Stehen größere Reparaturen an (Dach, Fassade, Heizung)? Wurden diese schon beschlossen? Wenn ja, musst du diese Kosten mittragen.

• Wie ist die Stimmung in der Gemeinschaft? Gibt es häufig Streit über Kleinigkeiten? Das kann dein Wohnglück stark beeinflussen.

Lass dir unbedingt die letzten Protokolle der Eigentümerversammlungen zeigen. Dort steht schwarz auf weiß, welche Probleme es gab und wie darüber entschieden wurde. Das ist wertvoller als jedes Hochglanz-Exposé.

der kaufprozess: vom angebot zum schlüssel

Du hast dein Traumobjekt gefunden. Jetzt geht es darum, den Kauf sauber über die Bühne zu bringen. Hier zählt Sorgfalt, besonders wenn es um das Thema Kaufnebenkosten Wohnungserwerb geht.

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die due diligence: genauer hinschauen

Bevor du das Angebot abgibst, schau dir alles genau an. Wenn du dich mit Bau oder Technik nicht auskennst, nimm jemanden mit, der sich auskennt. Ein Bausachverständiger kann dir helfen, versteckte Mängel aufzudecken, die später teuer werden. Achte auf Feuchtigkeit im Keller oder den Zustand der Fenster. Gerade bei älteren Gebäuden ist das essenziell, um spätere Überraschungen zu vermeiden.

der notartermin und der kaufvertrag

In Deutschland muss jeder Immobilienkauf notariell beurkundet werden. Der Notar ist neutral und liest dir den gesamten Vertrag vor. Du hast das Recht, den Entwurf vorab in Ruhe zu studieren. Mach das unbedingt! Nimm dir den Vertrag mit nach Hause, lies ihn in Ruhe durch und notiere alle Fragen, die dir noch kommen. Lass dir nichts überstürzen. Es ist dein Vertrag und dein Geld.

Achte besonders auf folgende Punkte im Vertrag:

• Die genaue Beschreibung der Wohnung (Wohnfläche, Kelleranteile).

• Die Regelungen zur Übergabe (Wann wird der Schlüssel übergeben? Welche Möbel bleiben drin?).

• Die Übernahme der bestehenden Rechte und Pflichten aus der WEG.

Wenn du sicher bist, dass alles passt, unterschreibst du. Danach kümmert sich der Notar um die Eintragung ins Grundbuch. Erst mit dieser Eintragung bist du rechtlich der Eigentümer.

nach dem kauf: die ersten schritte als eigentümer

Herzlichen Glückwunsch! Du hast es geschafft. Nun beginnt die Phase des Ankommens und der Verwaltung. Mit dem Kauf deines Traumhauses stehen nun einige wichtige Schritte an, um dich als neuer Eigentümer einzuleben und alles Notwendige zu organisieren.

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die erste eigentümerversammlung

Deine erste Teilnahme an einer Eigentümerversammlung ist wichtig. Hier lernst du deine Nachbarn kennen und verstehst, wie Entscheidungen getroffen werden. Sei offen, aber auch wachsam. Melde dich vielleicht freiwillig für kleinere Aufgaben, um schnell Anschluss zu finden.

die instandhaltungsplanung übernehmen

Als Eigentümer bist du nun auch für das Gemeinschaftseigentum mitverantwortlich. Du zahlst monatlich Beiträge in die Instandhaltungsrücklage. Kontrolliere mit dem Verwalter, ob diese Rücklage groß genug ist, um zukünftige Sanierungen ohne massive Sondereinlagen zu stemmen. Das ist eine der größten Verantwortungen beim langfristigen Besitz einer Eigentumswohnung.

Denk daran: Auch wenn es sich manchmal bürokratisch anfühlt, du hast jetzt Vermögen geschaffen und Kontrolle über dein Zuhause. Du zahlst für dich, nicht für den Vermieter. Nimm dir die Zeit für jeden Schritt, denn eine gute Vorbereitung verhindert später unnötigen Stress und teure Korrekturen.

häufig gestellte fragen

wie lange sollte meine zinsbindung sein?

Für einen langfristigen Vermögensaufbau ist eine längere Zinsbindung oft ratsam, idealerweise 10 bis 15 Jahre. So minimierst du das Risiko, dass deine monatliche Rate durch steigende Zinsen plötzlich stark ansteigt, bevor dein Kredit überhaupt zur Hälfte abbezahlt ist. Prüfe deine Toleranzgrenze für mögliche Zinserhöhungen.

muss ich immer einen makler einschalten?

Nein, nicht zwingend, aber es kann sehr hilfreich sein, besonders wenn du wenig Erfahrung hast. Ein guter Makler kennt den lokalen Markt und kann dir Objekte zeigen, die noch nicht öffentlich beworben werden. Bedenke aber, dass du bei einem beauftragten Makler auch eine Provision zahlst, die zu den Kaufnebenkosten zählt.

###. Dies ist der Text:

was bedeutet eigentlich „sondereigentum“?

Das Sondereigentum ist der Teil der Wohnung, der dir allein gehört, also Wände, Böden, Decken und alles, was du leicht verändern darfst (wie Badezimmerausstattung oder die Küche). Das Gemeinschaftseigentum umfasst alles, was der gesamten Immobilie dient, wie das Dach, das Treppenhaus oder tragende Wände. Du darfst über dein Sondereigentum frei verfügen, aber das Gemeinschaftseigentum nur nach Beschluss der Eigentümergemeinschaft verändern. Wenn du auf der Suche nach deiner eigenen Immobilie bist, findest du hier dein Traumhaus zum Kauf.