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Bevor du überhaupt einen Makler anrufst oder Inserate liest, musst du Klarheit über dein Objekt schaffen. Viele Verkäufer unterschätzen diesen vorbereitenden Teil. Denk daran: Je besser dein Gebäude vorbereitet ist, desto schneller und besser läuft der gesamte Gebäude verkauf.
Ehrliche Bestandsaufnahme und Dokumentation
Nimm dir Zeit und gehe dein Gebäude einmal komplett durch. Welche Mängel gibt es? Welche Modernisierungen stehen an? Sei hier absolut ehrlich zu dir selbst. Ein Käufer wird diese Dinge früher oder später entdecken, und dann verhandelst du vielleicht vom Verhandlungstisch aus schlechter.
Gleichzeitig sammelst du alle wichtigen Unterlagen. Diese Papiere sind das A und O beim Verkauf. Fehlen Dokumente, verzögert das den Verkaufsprozess unnötig. Wenn du ein Wochenendhaus verkaufen möchtest, solltest du dich besonders auf die Dokumentenbeschaffung konzentrieren. Frag dich, wo du folgende Dinge findest:
• Grundbuchauszug: Dieses Dokument zeigt dir, wem das Grundstück gehört und ob Lasten eingetragen sind (zum Beispiel Wegerechte anderer).
• Energieausweis: Seit der Energieeinsparverordnung (EnEV) ist dieser Pflichtteil beim Verkauf fast aller Immobilien. Er zeigt, wie energieeffizient dein Gebäude ist.
• Baupläne und Genehmigungen: Besonders wichtig, wenn Umbauten oder Erweiterungen stattgefunden haben.
• Aktuelle Grundrisse: Hilfreich für Interessenten, um sich die Raumaufteilung vorzustellen.
VIDEO: Die 7 mchtigsten Worte im Verkauf
Die realistische Preisermittlung
Die große Frage ist immer: Was ist mein Objekt wert? Viele Verkäufer neigen dazu, den Wert höher einzuschätzen, als er tatsächlich ist. Das ist menschlich, aber es kann dein Gebäude verkaufen langfristig verhindern. Ein überteuerter Preis schreckt ab.
Um einen fairen Preis zu finden, schaust du dir Vergleichsobjekte an. Welche ähnlichen Gebäude in deiner Nachbarschaft wurden in letzter Zeit verkauft? Wie hoch war der Quadratmeterpreis dort? Du kannst dafür unabhängige Gutachter beauftragen oder Immobilienexperten hinzuziehen, die eine professionelle Wertermittlung vornehmen. Dieser Wert ist deine Verhandlungsbasis.
Sobald du eine Vorstellung vom Wert hast und alle Papiere beisammen sind, stehst du vor der nächsten großen Entscheidung: Soll ich das Gebäude selbst verkaufen oder nehme ich einen Immobilienmakler dazu?
Der Weg über den Makler
Ein guter Makler nimmt dir viel Arbeit ab. Er kümmert sich um professionelle Fotos, erstellt Exposés, organisiert Besichtigungstermine und filtert ernsthafte Interessenten heraus. Das ist besonders wertvoll, wenn du wenig Zeit hast oder dich mit dem Thema Immobilienverkauf noch nie intensiv beschäftigt hast.
Wichtig: Achte auf die Erfahrung des Maklers. Hat er schon ähnliche Gebäude in deiner Gegend erfolgreich vermittelt? Kläre die Maklerprovision (die Courtage) vorher genau ab. Wer zahlt was? In Deutschland teilen sich oft Käufer und Verkäufer diese Kosten, aber es gibt immer noch Unterschiede.
Der Weg des Privatverkaufs
Der Privatverkauf (auch „von privat an privat“) spart dir die Maklerprovision. Wenn du sehr viel Zeit, Nerven und Marktkenntnis mitbringst, kann das finanziell attraktiver sein. Du steuerst den gesamten Prozess selbst – von der Preisfestlegung bis zur finalen Schlüsselübergabe.
Bedenke aber: Du musst alle Anrufe entgegennehmen, Termine koordinieren und Fragen beantworten – oft auch abends oder am Wochenende. Du bist auch für die korrekte Erstellung des Kaufvertragsentwurfs mitverantwortlich, auch wenn dieser letztendlich notariell beurkundet wird.
Egal welchen Weg du wählst: Dein Gebäude braucht eine gute Präsentation. Die ersten Eindrücke entscheiden oft darüber, ob jemand wirklich Interesse zeigt.
Nützliche Verweise
Erkunde diese relevanten Quellen, um dein Wissen über Gebäude verkaufen: Ihr Wegweiser zum erfolgreichen Verkauf zu erweitern.
• Immobilien Verkauf & Kauf – Ihr Wegweiser zum Erfolg
Hochwertige Fotos und Beschreibung
Schlechte Fotos sind der Tod jedes Exposés. Investiere in professionelle Bilder oder lerne selbst, wie du Räume gut ausleuchtest und präsentierst. Dein Exposé muss alle wichtigen Fakten enthalten, aber auch Emotionen wecken. Beschreibe nicht nur, dass das Haus vier Zimmer hat. Beschreibe, wie das Licht morgens durch die großen Fenster fällt oder wie gemütlich der Garten im Sommer ist.
Beim Verkauf eines Wohngebäudes geht es immer auch um das Gefühl, das der Interessent bekommt. Sei ehrlich bei der Beschreibung von eventuellen Sanierungsarbeiten, aber betone die Stärken. Hat das Haus eine tolle Lage? Ist die Heizung neu?
Die richtige Platzierung der Anzeige
Wo stellst du die Anzeige online? Nutze die großen Immobilienportale, aber auch lokale Netzwerke. Manchmal liegt der beste Käufer direkt in der Nachbarschaft und hat die lokale Zeitung abonniert. Überlege, welche Kanäle zu deinem Objekttyp passen. Achte darauf, dass du für den Verkauf einer Eigentumswohnung spezielle Vermarktungsstrategien nutzt, die auf diesen Objekttyp zugeschnitten sind.
Nun kommen die Interessenten. Das ist oft der aufregendste Teil beim Gebäude verkauf.
Besichtigungen souverän leiten
Sei pünktlich und vorbereitet. Halte die Dokumente, die du gesammelt hast (Energieausweis, Grundriss), für Rückfragen bereit. Bei einer Besichtigung gilt: Zuhören ist wichtiger als Reden. Lass die Interessenten reden. Welche Wünsche haben sie? Wo sehen sie Probleme? Diese Informationen helfen dir später bei den Preisverhandlungen.
Wichtig: Lass dich nicht unter Druck setzen. Wer sofort „Ich nehme es!“ ruft, ist nicht immer der Beste. Nimm dir Zeit, die Interessenten einzuschätzen. Passt der Käufer zu deinem Gebäude?
Die Preisverhandlung meistern
Verhandlungen sind oft nervenaufreibend. Ein realistischer Angebotspreis hilft dir, Forderungen besser einzuschätzen. Interessenten werden fast immer versuchen, den Preis zu drücken. Wenn du weißt, wo die Schwachstellen liegen, kannst du Argumente dafür oder dagegen liefern.
Beispiel: Wenn der Käufer die alte Heizung anspricht, kannst du antworten: „Ja, die Heizung ist älter, aber sie funktioniert einwandfrei. Dafür ist der Kaufpreis bereits um 5.000 Euro unter dem Marktdurchschnitt angesetzt.“
Der Notartermin
Wenn ihr euch mündlich geeinigt habt, beginnt die formelle Phase. Der Kaufvertrag muss von einem Notar aufgesetzt werden. Der Notar ist neutral und schützt beide Parteien. Lies den Vertragsentwurf sehr sorgfältig durch, bevor du ihn unterschreibst. Du hast das Recht, Fragen zu stellen oder Änderungswünsche anzubringen. Lass dir Zeit, den Text zu verstehen. Erst wenn du sicher bist, unterschreibst du.
Mit der notariellen Beurkundung ist der Verkauf rechtskräftig. Die Übergabe des Geldes und die Schlüsselübergabe erfolgen meistens zeitgleich oder kurz danach, sobald die Eigentumsumschreibung im Grundbuch gesichert ist.
was kostet mich ein immobilienmakler?
Die Kosten für einen Makler, die sogenannte Maklerprovision, sind Verhandlungssache und werden seit einiger Zeit zwischen Käufer und Verkäufer geteilt. Üblich sind oft je 3,57 % des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer für jede Partei. Manchmal zahlt aber auch nur der Käufer die gesamte Provision.
wie lange dauert der verkauf eines gebäudes ungefähr?
Das ist sehr unterschiedlich und hängt von der Marktlage und dem Zustand deines Gebäudes ab. Mit guter Vorbereitung und fairem Preis kannst du einen schnellen Verkauf innerhalb von drei bis sechs Monaten anstreben. In einem langsameren Markt kann es auch deutlich länger dauern.
muss ich alle mängel beim gebäude verkauf offenbaren?
Ja, du hast eine Offenbarungspflicht für alle dir bekannten Mängel, die nicht offensichtlich sind und die den Wert des Gebäudes erheblich mindern könnten. Das betrifft zum Beispiel versteckten Schimmel oder Feuchtigkeitsprobleme. Verschweigst du solche wichtigen Informationen, kann der Käufer dich später noch haftbar machen.