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Home Staging im Wohnzimmer: mit wenig Dekoration mehr Wirkung

Home Staging im Wohnzimmer: mit wenig Dekoration mehr Wirkung

Zuerst entrümpeln, dann dekorieren

Die Reihenfolge ist entscheidend. Vor jeder Dekoration steht das Entfernen: überflüssige Möbel hinaus, Oberflächen leerräumen, kleine Schäden reparieren, kräftig gestrichene Wände in einem hellen Ton überstreichen und gründlich reinigen. Erst danach wird eingerichtet, und zwar sparsam. Ein Sofa, ein Teppich, eine warme Lichtquelle und wenige Objekte genügen, damit ein Raum bewohnbar wirkt und seine Größe lesbar wird.

Ebenso wichtig ist das Entpersonalisieren. Familienfotos, Urkunden und Sammlungen lenken den Blick auf die Eigentümer statt auf den Raum. Interessenten sollen sich vorstellen, wie sie selbst hier leben, und das gelingt nur in einer neutralen Umgebung.

Weniger Objekte, aber größere

Ein Punkt, der in den meisten Ratgebern fehlt: Auf Fotos verhalten sich viele kleine Dekorationsteile wie Unordnung. Die Kamera fasst sie zu einer unruhigen Fläche zusammen, und der Raum wirkt dadurch kleiner statt wohnlicher. Drei größere Objekte wirken auf dem Bild ruhiger als zwölf kleine, und sie lassen sich vor der Besichtigung schneller wieder abräumen.

Große, schlichte Formen leisten dabei am meisten. Eine hohe Vase auf dem Sideboard, eine Schale auf dem Couchtisch, eine Skulptur auf dem Regal: Vasen als ruhige Blickfänger sind der Klassiker, weil sie Höhe in den Raum bringen, ohne ihn zuzustellen. Passende Stücke finden Sie bei einem Sortiment an Wohndekoration.

Dekoration als Maßstab im Foto

Es gibt einen zweiten, praktischen Grund für Dekoration, der selten genannt wird. In einer völlig leeren Wohnung fehlt dem Betrachter auf dem Exposé-Foto jeder Größenvergleich. Ohne einen Gegenstand bekannter Abmessung kann niemand einschätzen, ob ein Zimmer sechzehn oder vierundzwanzig Quadratmeter misst; leere Räume wirken auf Bildern regelmäßig kleiner, als sie sind.

Ein Stuhl, ein Teppich in bekannter Größe oder eine kniehohe Vase liefern diesen Maßstab und machen den Grundriss auf einen Blick lesbar. Genau deshalb rechnet sich Home Staging auch bei leerstehenden Objekten, obwohl dort auf den ersten Blick nichts zu verbergen wäre.

Was der Aufwand kostet

Die typischen Posten sind Entrümpelung, ein neuer Anstrich in Wohn- und Schlafzimmer, der Austausch alter Leuchten, eine Grundreinigung, das Umstellen der Möbel und professionelle Fotos. In Summe bleibt das meist deutlich unter dem, was ein Preisnachlass nach einer misslungenen Besichtigung kosten würde. Entscheidend ist, dass die Maßnahmen vor dem ersten Foto abgeschlossen sind: Das Exposé-Bild entscheidet, ob überhaupt ein Termin zustande kommt.