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Immobilien von privat verkaufen

Immobilien von privat verkaufen

Warum der private Immobilienverkauf eine Überlegung wert ist

Der Hauptgrund, warum viele Eigentümer den Weg des privaten Verkaufs wählen, ist klar: die Kosten. Ein Makler nimmt eine Provision, die oft mehrere Tausend Euro beträgt. Wenn du diesen Aufwand scheust, aber das Geld lieber behalten möchtest, ist Selbstvermarktung eine ernstzunehmende Option. Du übernimmst die Kontrolle über den gesamten Prozess. Du bestimmst, wer dein Zuhause besichtigt und wie du verhandelst. Dieser direkte Draht zum potenziellen Käufer kann auch Vorteile bei der Kommunikation haben, da weniger „Übersetzungsarbeit“ anfällt.

Die ersten Schritte: Was muss ich jetzt tun?

Bevor du auch nur daran denkst, ein Schild in den Garten zu stellen, brauchst du eine solide Basis. Dies ist der wichtigste Teil, den viele Leute unterschätzen. Du musst wissen, was dein Haus wirklich wert ist. Eine realistische Wertermittlung ist der Schlüssel zum Erfolg beim Immobilienverkauf von privat. Ist der Preis zu hoch angesetzt, schrecken Käufer ab. Ist er zu niedrig, verschenkst du Geld.

Die Immobilienbewertung ohne Makler

Du brauchst eine fundierte Basis. Hier gibt es verschiedene Wege, um einen realistischen Wert für deine Immobilie zu ermitteln:

• Vergleichswertverfahren: Schau dir an, für wie viel ähnliche Häuser oder Wohnungen in deiner direkten Nachbarschaft in letzter Zeit verkauft wurden. Immobilienportale geben hier oft Anhaltspunkte, aber frage lieber bei Bekannten oder im Grundbuchamt nach, wenn möglich.

• Sachwertverfahren: Hierbei werden die Baukosten und der Grundstückswert betrachtet. Das ist oft komplizierter, aber wichtig für neuere Gebäude.

• Professionelle Kurzbewertung: Manche unabhängigen Sachverständigen bieten eine Kurzbewertung an, die deutlich günstiger ist als eine komplette Verkehrswertermittlung. Das ist oft ein guter Mittelweg, wenn du nicht komplett auf Fachwissen verzichten willst.

Sei ehrlich zu dir selbst bei der Bewertung. Schließlich möchtest du ein schnelles und faires Geschäft beim privaten Hausverkauf abschließen.

VIDEO: Immobilie verkaufen: Tipps vom Experten zum Immobilienverkauf und zur Immobilienbewertung

Die Unterlagen: Dein Verkaufs-Ordner

Stell dir vor, du hast den perfekten Käufer gefunden. Er will sofort den Kaufvertrag unterschreiben. Dann fragt er nach dem Energieausweis oder der letzten Nebenkostenabrechnung. Wenn du diese Dokumente nicht hast, stockt der Prozess. Bereite alles vor, bevor die ersten Besichtigungen stattfinden. Ein gut sortierter Ordner gibt dir Sicherheit und signalisiert dem Käufer Professionalität.

Was gehört unbedingt in deine Unterlagen, wenn du dein Eigenheim privat verkaufen möchtest?

• Der aktuelle Grundbuchauszug (nicht älter als sechs Monate).

• Der Energieausweis (Pflicht!).

• Baupläne und Wohnflächenberechnungen.

• Nachweise über erfolgte Sanierungen oder Modernisierungen (z.B. neue Heizung).

• Die letzte Nebenkostenabrechnung und der Wirtschaftsplan bei Eigentumswohnungen.

Wenn du diese Papiere griffbereit hast, minimierst du das Risiko von Verzögerungen beim Notartermin.

Die perfekte Präsentation: Dein Haus wird zum Produkt

Du musst dein Haus verkaufen, und das bedeutet, du musst es ins beste Licht rücken. Ich weiß, es ist emotional, aber versuche, die Verkäuferbrille abzunehmen und in die Käuferbrille zu schlüpfen. Was zieht die Blicke an?

Fotografie ist alles beim Immobilieninserat

Vergiss dein altes Smartphone für die Hauptfotos. Schlechte Bilder schrecken ab, bevor der Interessent überhaupt den Text liest. Wenn du beim Immobilienverkauf von privat Kosten sparen willst, aber nicht bei den Bildern, investiere in einen guten Fotografen, der Erfahrung mit Immobilien hat. Das ist oft die beste Ausgabe im gesamten Prozess.

Achte darauf, dass die Räume hell und aufgeräumt sind. Niemand möchte die dreckige Wäsche oder die privaten Urlaubsfotos sehen. Der Interessent muss sich vorstellen können, wie er dort lebt. Räume auf, sorge für frische Luft und gutes Licht.

Der Verkaufstext: Ehrlich und überzeugend

Dein Text muss die wichtigsten Fakten liefern, aber auch die Geschichte deines Hauses erzählen. Vermeide überzogene Superlative. Schreibe lieber konkret.

Statt: „Traumhaus mit unvergleichlichem Potenzial.“

Besser: „Solides Einfamilienhaus, Baujahr 1985, mit großem, nach Süden ausgerichteten Garten und neuen Fenstern im Obergeschoss (2018). Ruhige Lage am Waldrand.“

Nenne die Fakten. Wenn du ehrlich die notwendigen Renovierungsarbeiten ansprichst (zum Beispiel das Bad, das bald dran ist), baust du Vertrauen auf. Dies ist wichtig für Verhandlungen über den Kaufpreis deiner Immobilie von privat.

Die Besichtigungen: Vom Interessenten zum Käufer

Jetzt kommen die Leute. Du musst Termine koordinieren, die Schlüssel bereithalten und Fragen beantworten. Das kann anstrengend sein, gerade wenn du noch berufstätig bist.

Empfohlene Lektüre

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Die Auswahl der richtigen Kontakte

Nicht jeder, der anruft, ist ein ernsthafter Käufer. Du sparst viel Zeit, wenn du vorab ein paar wichtige Fragen stellst. Wenn jemand nur nach dem Preis fragt, aber nicht nach der Lage oder den Heizkosten, ist er wahrscheinlich nur ein „Immo-Tourist“ oder jemand, der schlichtweg nicht die nötige Finanzierung hat.

Stelle diese Fragen am Telefon:

• Haben Sie bereits eine Finanzierungszusage von Ihrer Bank? (Eine einfache Frage, die viele aussortiert.)

• Wann wäre ein Kauf für Sie ideal? (Ernsthafte Interessenten haben oft einen zeitlichen Rahmen.)

• Haben Sie die Möglichkeit, die Objektunterlagen einzusehen? (Prüfe, ob sie sich mit der Immobilie auseinandergesetzt haben.)

Der Ablauf der Besichtigung

Führe Besichtigungen ruhig und strukturiert durch. Du bist der Experte für dieses Objekt. Beginne mit einer kurzen Einführung, die die Highlights nennt. Gehe dann Raum für Raum durch. Halte dich zurück, wenn du merkst, dass der Interessent selbstständig prüft. Deine Aufgabe ist es, Fragen professionell zu beantworten, nicht, jedem nach dem Mund zu reden.

Wichtig: Lasse Käufer immer alleine im Raum, wenn sie es wünschen. Manchmal äußern sie sich offener, wenn der Eigentümer nicht direkt danebensteht. Aber bleibe in der Nähe.

Die Verhandlung und der Weg zum Notar

Wenn die Chemie stimmt und der Preis passt, beginnt die Verhandlung. Du hast jetzt zwei Optionen: Entweder der Käufer bietet deinen Wunschpreis, oder er möchte verhandeln. Bleibe standhaft bei deiner Preisvorstellung, wenn du sie gut begründet hast. Argumentiere mit der positiven Substanz deiner Immobilie, nicht mit deinen emotionalen Bedürfnissen.

Der Kaufpreis: Nicht zu viel nachgeben

Häufige Taktik: Käufer wollen kurz vor dem Notartermin nochmal drücken. Halte dem stand. Wenn du einen Notartermin vereinbart hast, ist das ein starkes Zeichen. Wenn der Käufer kurzfristig einen großen Nachlass fordert, frage ihn, ob er das Risiko eingehen möchte, dass du stattdessen den nächsten Interessenten anrufst. Das private Verkaufen gibt dir diese Flexibilität.

Der Notartermin – Der letzte Schritt

Der Notar ist neutral und kümmert sich um die rechtliche Korrektheit des Kaufvertrages. Du musst den Vertrag vorab sorgfältig prüfen lassen. Manchmal ist es ratsam, den Entwurf von einem Fachanwalt für Immobilienrecht gegenlesen zu lassen, besonders wenn du dich beim Thema „Immobilien von privat verkaufen“ auf unbekanntem Terrain bewegst. Der Notar liest den Vertrag zwar vor, aber es ist deine letzte Chance, Fragen zu stellen, bevor du unterschreibst. Sei wachsam.

Sobald die Unterschriften geleistet sind und die Eigentumsumschreibung im Grundbuch erfolgt, hast du es geschafft. Du hast deine Immobilie erfolgreich von privat verkauft und die Maklerprovision gespart.

häufig gestellte fragen

was kostet der notartermin beim hausverkauf

Die Kosten für den Notar und das Grundbuch richten sich nach dem Kaufpreis der Immobilie. Diese Gebühren trägst du und der Käufer in der Regel je zur Hälfte. Rechne mit etwa 1,5 Prozent der Summe als groben Anhaltspunkt für die gesamten Notar- und Gerichtskosten. Diese Kosten sind nicht verhandelbar, da sie gesetzlich festgelegt sind.

brauche ich einen anwalt für den privatverkauf

Einen Anwalt brauchst du formal nicht, da der Notar die rechtliche Neutralität gewährleistet. Es ist jedoch ratsam, den Vertragsentwurf vor der Unterzeichnung von einem unabhängigen Anwalt prüfen zu lassen. Dieser schützt dich gezielt vor späteren Ansprüchen des Käufers, was beim Privatverkauf eine sinnvolle Investition ist.

wie lange dauert es meistens, bis mein haus verkauft ist

Die Dauer ist sehr unterschiedlich und hängt vom Zustand, der Lage und dem Preis ab. Wenn dein Haus marktgerecht gepreist ist und du eine gute Präsentation hast, kannst du den gesamten Prozess von der ersten Anzeige bis zum Notartermin in drei bis sechs Monaten abschließen. Ist der Preis zu hoch angesetzt, kann sich der Prozess erheblich in die Länge ziehen.