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ImmoScout ist riesig, das weißt du. Es werden dort nicht nur fertige Wohnungen angeboten, sondern auch viele Bauflächen. Der erste Schritt ist, deine Suche richtig einzugrenzen. Viele Menschen suchen allgemein nach „Grundstück kaufen“, aber das bringt dich oft nicht zum Ziel. Du musst präziser werden, um die relevanten Angebote für Grundstücksangebote auf ImmoScout zu finden.
Filtereinstellungen, die Zeit sparen
Wenn du die Suchmaske öffnest, siehst du viele Felder. Die wichtigsten sind Größe, Lage und Preis. Aber es gibt noch weitere Details, die entscheidend sind, wenn du Bauland auf ImmoScout finden willst. Denke darüber nach, was du wirklich bauen möchtest. Soll es ein Einfamilienhaus werden oder planst du vielleicht eine Doppelhaushälfte?
• Grundstücksart: Wähle hier gezielt „Baugrundstück“ oder „Bauland“. Manchmal findest du auch „Gewerbegrundstück“ oder „Ackerland“ – diese sind für dein Vorhaben meist ungeeignet, es sei denn, du hast spezielle Pläne.
• Bebauungsvorschrift: Achte auf Stichworte wie „voll erschlossen“ oder „unbebaute Fläche“. Ein voll erschlossenes Grundstück bedeutet, dass Wasser, Strom und Abwasseranschlüsse bis zur Grundstücksgrenze liegen. Das spart dir später viel Geld und Ärger.
• Maximaler Kaufpreis: Setze dir ein realistisches Limit. Denke daran: Der Kaufpreis ist nur der Anfang. Die Nebenkosten kommen noch dazu.
Nimm dir Zeit für diese Filter. Sie sortieren die Spreu vom Weizen und zeigen dir schneller die passenden Grundstücke zum Bauen auf ImmoScout an.
Du siehst einen Preis für das Grundstück. Super. Aber das ist leider selten der Endpreis, den du bezahlen musst. Viele Neulinge sind überrascht, welche Kosten noch auf sie zukommen, wenn sie ein eigenes Baugrundstück über ImmoScout erwerben.
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Die Kaufnebenkosten nicht vergessen
Diese Kosten fallen zusätzlich zum Kaufpreis an und müssen sofort verfügbar sein, da Banken sie oft nicht mitfinanzieren. Sie machen schnell 10 bis 15 Prozent des Kaufpreises aus.
• Grunderwerbsteuer: Die Höhe variiert je nach Bundesland stark. Sie liegt zwischen 3,5 % und 6,5 %. Informiere dich genau, wie hoch sie in der Region ist, in der du kaufen möchtest.
• Notar- und Grundbuchkosten: Jeder Grundstückskauf muss notariell beurkundet werden. Rechne hier mit etwa 1,5 % bis 2 % des Kaufpreises. Das ist für die rechtliche Absicherung notwendig.
• Maklerprovision: Falls das Grundstück über einen Makler angeboten wird, fällt Provision an. Seit einigen Jahren teilen sich Käufer und Verkäufer diese Kosten meistens, aber das ist nicht immer der Fall. Schau genau in die Anzeige für ImmoScout Grundstücke mit Provision.
Rechne also grob: Kaufpreis plus diese Nebenkosten. Nur so erhältst du ein echtes Gefühl dafür, was dein Wunschgrundstück wirklich kostet.
Wichtige Links
Gehe tiefer auf Immoscout grundstücke ein mit dieser informativen Auswahl.
• Grundstücke ▷ Baugrundstücke & Bauplätze kaufen
Erschließung: Der große Unbekannte
Hier wird es technisch, aber es ist wichtig. Ein Grundstück kann „unerschlossen“ sein. Das klingt erst mal günstig, aber das kann teuer werden. Unerschlossen bedeutet, dass die Leitungen für Wasser, Strom, Gas und Abwasser noch nicht bis an die Grundstücksgrenze gelegt wurden. Diese Arbeiten musst du bezahlen.
Wenn du auf ImmoScout ein Angebot siehst, das sehr günstig erscheint, frage sofort nach dem Erschließungsstand. Ist die Straße fertig? Liegen die Medien schon an? Eine nachträgliche Erschließung kann schnell Zehntausende von Euro kosten, die dein Budget sprengen. Ein voll erschlossenes Grundstück ist fast immer die bessere und sicherere Wahl, auch wenn es auf den ersten Blick teurer ist.
Du hast das perfekte Grundstück in einer attraktiven Wohngegend auf ImmoScout gefunden. Herzlichen Glückwunsch. Jetzt kommt der wichtigste Teil, bevor du irgendetwas unterschreibst: Was darfst du dort überhaupt bauen? Hier kommt der Bebauungsplan ins Spiel.
Den Bebauungsplan verstehen
Der Bebauungsplan (B-Plan) ist quasi das „Rezept“ der Gemeinde für dein Grundstück. Er schreibt vor, wie dein Haus aussehen muss. Das ist kein Wunschkonzert. Die Gemeinde will eine harmonische Struktur im Wohngebiet bewahren.
Im Inserat für dein Grundstück bei ImmoScout steht oft nur „Bebauungsplan liegt vor“. Das reicht nicht. Du musst den Plan selbst einsehen. Das geht beim Bauamt deiner zuständigen Stadt oder Gemeinde.
Worauf achtest du im B-Plan?
• GRZ (Grundflächenzahl): Wie viel Prozent der Grundstücksfläche darf dein Haus maximal bebauen? Wenn du 500 qm Grundstück hast und die GRZ 0,3 beträgt, darf dein Haus maximal 150 qm Grundfläche haben.
• GFZ (Geschossflächenzahl): Wie viel Gesamtgeschossfläche darfst du bauen? Dies bestimmt, wie viele Etagen oder wie groß die Wohnfläche insgesamt sein darf.
• Dachform und Firsthöhe: Viele Gemeinden schreiben vor, ob du ein Satteldach, Walmdach oder Flachdach bauen musst und wie hoch der höchste Punkt deines Daches sein darf. Das verhindert, dass dein modernes Flachdach plötzlich neben lauter Fachwerk-Optik steht.
Wenn du ein Haus nach deinen Vorstellungen bauen willst, prüfe den B-Plan sorgfältig. Wenn er deinen Traum vom großen, zweistöckigen Haus mit Walmdach nicht zulässt, ist das Grundstück für dich uninteressant, egal wie schön die Lage ist.
Nachdem du ein oder zwei vielversprechende Baugrundstücke auf ImmoScout identifiziert hast, musst du aktiv werden. Die besten Grundstücke sind schnell weg. Warte nicht zu lange mit der Kontaktaufnahme.
So überzeugst du den Verkäufer
Beim ersten Kontakt geht es nicht nur darum, einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Du musst zeigen, dass du ein ernsthafter Interessent bist, der weiß, was er will.
Schreibe eine kurze, aber persönliche Nachricht. Erwähne, warum dich gerade dieses Grundstück anspricht. Hast du schon eine ungefähre Vorstellung vom Hausbau? Teile das kurz mit.
Beispiel: „Sehr geehrte/r Anbieter/in, ich interessiere mich sehr für Ihr Baugrundstück in Mustermannstraße. Die Lage am Waldrand ist ideal für unser geplantes Einfamilienhaus. Ich würde gerne wissen, ob die volle Erschließung bereits erfolgt ist und wann eine Besichtigung möglich wäre.“
Sei offen für Rückfragen und bereite dich auf die Besichtigung vor. Nimm dir einen Notizblock mit. Wenn du vor Ort bist, schaue nicht nur auf die Wiese, sondern auch auf die Umgebung. Wie ist die Nachbarschaft? Welche Häuser stehen bereits da? Die beste Besichtigung ist die, bei der du dir ein Bild vom zukünftigen Leben auf dem Grundstück machst.
Manchmal siehst du auf ImmoScout Angebote, die als „Abriss-Objekt mit großem Grundstück“ inseriert sind. Das ist eine Alternative zum reinen, leeren Baugrundstück. Du kaufst also ein altes Haus und das dazugehörige Land.
Hier musst du abwägen: Ist es wirtschaftlicher, das Haus abzureißen und neu zu bauen, oder ist eine Sanierung möglich? Oftmals ist der Abriss teurer und aufwendiger, als man denkt, da Entsorgungskosten hinzukommen.
Wenn du dich für Abriss entscheidest, erkundige dich unbedingt nach Schadstoffen im alten Gebäude (Asbest, PCB). Diese müssen fachgerecht entfernt werden, was deine Kosten für das Grundstück mit Altbestand auf ImmoScout schnell steigen lässt. Beim reinen Baugrundstück entfällt dieser Posten komplett.
ist ein unerschlossenes grundstück immer billiger?
Nein, das ist ein häufiger Irrtum. Obwohl der Quadratmeterpreis niedriger sein kann, musst du die Kosten für die Erschließung (Anschluss an Wasser, Kanalisation, Strom) hinzurechnen. Diese Kosten trägst du komplett allein und sie können sehr hoch sein, besonders wenn weite Wege zu den Hauptleitungen nötig sind.
wie erkenne ich, ob ich ein baurecht habe?
Ein echtes Baurecht erkennst du daran, dass ein rechtskräftiger Bebauungsplan für dein Grundstück existiert oder es sich um eine Baulücke im Innenbereich handelt, die nach § 34 Baugesetzbuch bebaubar ist. Wenn im Inserat nur von „potenzieller Bebauung“ die Rede ist, frage dringend beim Bauamt nach, um sicherzugehen, dass du nicht nur Ackerland kaufst.
wie lange dauert es, bis ich mein grundstück bebauen darf?
Wenn das Grundstück voll erschlossen ist und der Bebauungsplan klar definiert, was du bauen darfst, beginnt die Planungsphase mit dem Architekten. Die Baugenehmigung kann je nach Gemeinde einige Wochen bis Monate dauern. Ist die Genehmigung erteilt, kannst du sofort mit dem Bau beginnen, vorausgesetzt, du hast alle Finanzierungsfragen geklärt und die Baufirma bestellt.