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Der Weg zur eigenen Immobilie: Was Käufer wirklich wissen müssen

Viele Träumen vom eigenen Haus mit Garten oder der schicken Eigentumswohnung in der Stadt. Bevor du loslegst, musst du Klarheit über deine Finanzen schaffen. Das ist das Fundament deines gesamten Vorhabens, deine Immobilienfinanzierung zu verstehen.

1. Die Finanzielle Basis schaffen

Viele Menschen machen den Fehler, erst auf Besichtigungstour zu gehen und dann erst mit der Bank zu sprechen. Dreh das um. Finde heraus, wie viel Geld du realistisch ausgeben kannst und darfst. Frage bei deiner Bank nach einer ersten Finanzierungszusage. Das gibt dir eine sichere Obergrenze. Denk daran: Zum Kaufpreis kommen immer Nebenkosten hinzu. Das sind nicht unerhebliche Beträge, die du oft aus Eigenkapital bezahlen musst.

Zu den typischen Kaufnebenkosten beim Immobilienerwerb gehören:

• Grunderwerbsteuer: Die Höhe variiert je nach Bundesland stark.

• Notar- und Grundbuchkosten: Diese Gebühren für die rechtliche Abwicklung sind meistens festgeschrieben.

• Eventuelle Maklercourtage: Falls ein Makler involviert ist, musst du prüfen, wer diesen Anteil trägt.

Wenn du weißt, wie hoch dein maximales Budget inklusive dieser Kosten ist, kannst du gezielt suchen. Das erspart dir später Enttäuschungen.

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2. Die Suche nach dem richtigen Objekt

Du hast dein Budget, jetzt geht es an die eigentliche Suche. Überlege dir genau, was du wirklich brauchst und was nur ein Wunsch ist. Eine grundlegende Frage, die du dir vorher stellen musst, ist, ob du kaufen oder mieten möchtest. Willst du in Stadtnähe wohnen, oder ist dir Ruhe im Grünen wichtiger? Wie ist die Anbindung an den Arbeitsplatz? Diese Fragen helfen dir, die Angebote einzugrenzen. Wenn du eine interessante Immobilie findest, schau nicht nur auf die Fotos.

Für eine fundierte Entscheidung musst du tiefer graben. Frage nach dem Energieausweis. Wie alt ist die Heizung? Gibt es Sanierungsstau? Wenn du dir unsicher bist, nimm jemanden mit zur Besichtigung, der sich mit Bau und Technik auskennt, zum Beispiel einen erfahrenen Handwerker oder einen Bausachverständigen. Es geht darum, versteckte Mängel frühzeitig zu erkennen, bevor du dich festlegst.

Vertiefende Links

Wir haben einige Top-Quellen zu Immobilien kaufen und verkaufen für dich zusammengestellt.

Immobilie kaufen und verkaufen 2025: Tipps & Kosten | Homeday

3. Der Kaufprozess und die Verträge

Du hast dein Traumhaus gefunden und der Verkäufer akzeptiert dein Angebot. Jetzt wird es offiziell. In Deutschland ist der Kaufvertrag zwingend notariell beurkundet. Das bedeutet, der Notar stellt sicher, dass alles rechtlich korrekt abläuft. Du unterschreibst nicht einfach einen Zettel, der Notar liest dir den gesamten Text vor und erklärt ihn dir.

Nimm dir diese Zeit. Stelle Fragen, wenn dir etwas unklar ist. Es geht um dein Geld und dein Zuhause. Sobald der Vertrag unterschrieben ist, kümmert sich der Notar um die Eintragung ins Grundbuch. Erst mit der Eintragung als neuer Eigentümer gehört dir die Immobilie wirklich.

Wenn du verkaufst: Den besten Preis erzielen

Verkaufen ist oft emotional schwieriger als Kaufen. Dein Zuhause verbindest du mit Erinnerungen. Aber wir wollen den besten Preis erzielen und den Prozess so stressfrei wie möglich gestalten. Hier geht es darum, dein Eigentum attraktiv zu präsentieren.

4. Die realistische Wertfindung deiner Immobilie

Der größte Fehler beim Immobilie verkaufen in Deutschland ist, einen unrealistisch hohen Preis anzusetzen. Ist der Preis zu hoch, schreckt das potenzielle Käufer ab, und die Immobilie steht lange leer. Das erzeugt oft Druck und führt am Ende zu Preisnachlässen, die niedriger sind, als wenn du gleich fair angesetzt hättest.

Wie findest du den richtigen Preis? Du brauchst eine professionelle Wertermittlung. Hier gibt es verschiedene Ansätze. Du kannst Online-Tools nutzen, um einen ersten Anhaltspunkt zu bekommen. Besser ist es, wenn du einen Gutachter oder einen erfahrenen Makler hinzuziehst, der die lokalen Vergleichspreise kennt. Diese Experten bewerten Lage, Zustand, Baujahr und Ausstattung und erstellen ein fundiertes Gutachten über den Verkehrswert.

5. Die optimale Vorbereitung für den Verkauf

Ein Haus oder eine Wohnung, die gut aussieht, verkauft sich schneller und oft besser. Käufer wollen eine leere Leinwand sehen, keine Abdrücke der Vormieter oder deiner Familie. Das Stichwort hier ist „Entpersonalisierung“ und „Instandhaltung“.

Bevor du Fotos machen lässt oder Besichtigungstermine vereinbarst, räume auf und entrümple. Käufer sollen sich vorstellen können, wie sie dort leben. Kleine Reparaturen solltest du vorher erledigen. Ein tropfender Wasserhahn oder ein lockerer Türgriff können später als Anlass für große Preisverhandlungen dienen, auch wenn die Reparatur nur 50 Euro gekostet hätte.

Sammle alle wichtigen Unterlagen. Käufer werden nach der Energieeffizienz und den Bauplänen fragen. Wenn du diese Papiere schnell liefern kannst, zeigst du Professionalität. Dazu gehören:

• Aktueller Grundbuchauszug

• Energieausweis (Pflicht beim Verkauf!)

• Bauzeichnungen und Wohnflächenberechnung

• Protokolle der Eigentümerversammlungen (bei Wohnungen)

6. Marketing und die Besichtigungen managen

Gute Fotos sind dein wichtigstes Marketinginstrument. Investiere lieber in einen professionellen Immobilienfotografen. Schlechte Handybilder schrecken ab. Auch ein virtueller 360-Grad-Rundgang kann heute sehr hilfreich sein, um nur ernsthafte Interessenten anzulocken. Wenn du dir unsicher bist, wie du all diese Schritte meisterst, kannst du dir Unterstützung bei Immobilienexperten holen.

Bei den Besichtigungen gilt: Sei ehrlich und souverän. Bereite dich auf schwierige Fragen vor. Woher kommt der Lärm der Nachbarn? Warum verkaufst du? Ehrliche Antworten schaffen Vertrauen. Wenn du merkst, dass mehrere Interessenten starkes Interesse zeigen, kann das deine Verhandlungsposition stärken, um den besten Preis zu erzielen, den du dir vorgenommen hast.

Häufig gestellte fragen

wie lange dauert der ganze prozess ungefähr

Der zeitliche Rahmen variiert stark. Die Vorbereitung kann vier Wochen dauern. Wenn der Markt gut läuft und der Preis stimmt, kann der Verkauf vom ersten Inserat bis zur Unterschrift beim Notar nur zwei bis drei Monate beanspruchen. Beim Kauf musst du mehr Zeit für die Finanzierungszusage einplanen, oft sind es vier bis sechs Monate, bis du den Schlüssel bekommst.

sollte ich einen makler beauftragen oder es selbst machen

Das hängt von deiner Zeit und Erfahrung ab. Als Verkäufer sparst du die Maklerprovision, wenn du alles selbst machst. Aber du brauchst viel Zeit für Vermarktung, Kommunikation und juristische Prüfungen. Ein guter Makler übernimmt diese Last und kennt oft Käufer, die gerade suchen, was den Verkauf beschleunigen kann.

was ist wichtiger: lage oder zustand der immobilie

Die Lage ist fast immer wichtiger. Man kann den Zustand einer Immobilie verbessern, Wände streichen oder die Heizung tauschen. Die Adresse aber bleibt immer gleich. Eine renovierungsbedürftige Wohnung in Top-Lage hat oft einen höheren Wert als eine perfekt sanierte Wohnung am Stadtrand.