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Ein Maklerangebot ist im Grunde der Vorschlag eines Immobilienmaklers, wie er dich beim Verkauf oder Kauf deiner Immobilie unterstützen möchte. Es ist nicht nur eine Preisnennung. Dieses Angebot beschreibt den gesamten Leistungsumfang, die Dauer der Zusammenarbeit und natürlich, was es dich kosten wird. Viele Menschen vergleichen nur die Provision, aber das ist oft ein Fehler. Die wahre Qualität eines Angebots zeigt sich im Detail der erbrachten Dienstleistungen.
Die verschiedenen Bestandteile eines Angebots
Wenn du ein schriftliches Maklerangebot in den Händen hältst, solltest du es nicht nur schnell überfliegen. Es setzt sich aus mehreren wichtigen Teilen zusammen. Nimm dir Zeit und sieh dir jeden Punkt genau an.
• Der Leistungsumfang: Was genau macht der Makler für dich? Geht es nur um die Besichtigungen, oder beinhaltet es auch eine professionelle Wertermittlung und eine umfassende Vermarktungsstrategie?
• Die Vergütung (Provision): Wie hoch ist der Prozentsatz oder der Festbetrag? Wer zahlt was – verkäufer und käufer? In Deutschland teilen sich oft beide Seiten die Kosten, aber das ist nicht immer der Fall.
• Die Laufzeit des Vertrages: Wie lange bindest du dich an diesen Makler? Drei Monate sind üblich, aber manche verlangen sechs oder sogar zwölf Monate.
• Die Haftung und Versicherung: Wer haftet, wenn Fehler passieren oder Unterlagen fehlen? Auch wenn das trocken klingt, ist es wichtig für deine Absicherung.
Das Thema Provision ist oft das emotionalste bei den Makler angeboten. Du willst einen fairen Preis zahlen, der dem Service entspricht. Seit einigen Jahren gibt es hier klare Regelungen, gerade wenn du deine Immobilie verkaufst.
Wer zahlt die Maklerprovision beim Verkauf?
Wenn du dein Haus oder deine Wohnung auf dem Markt anbietest, ist die Rechtslage in Deutschland eindeutig: Die Kosten für den Makler teilst du dir in der Regel mit dem Käufer. Das bedeutet, wenn eine Gesamtprovision von sechs Prozent inklusive Mehrwertsteuer vereinbart ist, zahlt der Verkäufer die Hälfte (drei Prozent) und der Käufer die andere Hälfte (drei Prozent). Es gibt Ausnahmen, zum Beispiel bei sehr günstigen Objekten oder wenn der Käufer den Makler exklusiv beauftragt, aber diese Teilung ist der Standard.
Achte im Angebot genau darauf, welche Prozentsätze genannt sind und ob diese bereits die Mehrwertsteuer enthalten. Manchmal sind die Prozentangaben ohne Steuern angegeben, was später zu bösen Überraschungen führt. Wenn du unsicher bist, frage direkt nach: „Ist das der Endpreis, den ich zahlen muss, inklusive aller Steuern?“
VIDEO: Makler verkauft weiter: So verlierst du dein Eigenheim
Festpreis versus Prozentsatz – Was ist besser?
Einige Makler bieten nicht nur die klassische prozentuale Provision an. Manche schlagen einen Festpreis vor, besonders wenn sie davon ausgehen, dass der Verkauf sehr schnell geht oder die Immobilie einen hohen Wert hat.
Prozentsatz: Hier verdienst der Makler mehr, je höher der Verkaufspreis ist. Das kann motivierend wirken, birgt aber das Risiko, dass bei einer sehr hohen Bewertung auch die Provision unverhältnismäßig hoch ausfällt.
Festpreis: Das gibt dir Planungssicherheit. Du weißt genau, welche Kosten entstehen, egal ob die Immobilie für 400.000 Euro oder 420.000 Euro verkauft wird. Das ist besonders attraktiv, wenn du klare Budgetgrenzen hast und mögliche Verhandlungsspielräume des Maklers nicht möchtest.
Überlege, was dir mehr Sicherheit gibt. Ein Festpreis ist oft transparenter in der Kalkulation.
Die bloße Auflistung von Aufgaben wie „Objektbesichtigungen“ reicht nicht aus. Hier trennt sich oft die Spreu vom Weizen, wenn es um gute Makler angebote geht. Du bezahlst nicht nur dafür, dass jemand die Tür aufmacht, sondern für Expertise und Reichweite.
Professionelle Wertermittlung
Ein seriöses Angebot beinhaltet immer eine fundierte Marktwertanalyse. Das ist mehr als nur ein Blick in Online-Portale. Ein guter Makler analysiert Vergleichsobjekte in deiner direkten Nachbarschaft, berücksichtigt den Zustand deiner Immobilie und die aktuellen Marktdaten. Frage im Angebot nach, welche Art von Bewertungsmethode genutzt wird. Eine fundierte Wertermittlung ist die Grundlage für den richtigen Angebotspreis und verhindert, dass deine Immobilie zu lange am Markt stagniert.
Marketing und Reichweite
Wie wird deine Immobilie beworben? Das ist ein entscheidender Punkt, der oft unterschätzt wird. Ein einfaches Inserat auf einer großen Plattform ist heute Standard. Ein qualifizierter Makler nutzt diverse Marketingstrategien; weitere Kriterien zur Wahl des passenden Maklers in Deutschland haben wir in einem anderen Beitrag zusammengefasst. Aber was bietet der Makler darüber hinaus?
• Hochwertige Fotos und Videos: Sind Drohnenaufnahmen oder 360-Grad-Touren inkludiert? Schlechte Bilder kosten dich Käufer.
• Zielgruppenspezifische Ansprache: Wird nur breit gestreut oder gezielt Käufer angesprochen, die genau nach deinem Immobilientyp suchen?
• Bonitätsprüfung der Interessenten: Ein wichtiger Punkt, der dir viel Ärger erspart. Ein guter Makler prüft vor der Besichtigung, ob der Interessent überhaupt kreditfähig ist. Das verhindert Besichtigungstourismus und zeigt, dass der Makler deine Zeit ernst nimmt.
Wenn das Angebot hier nur vage bleibt, hake nach. „Wie viele qualifizierte Kontakte erwarten Sie durch Ihr Marketing?“
Niemand möchte sich auf ewig binden, schon gar nicht, wenn die Chemie mit dem Makler nicht stimmt oder der Erfolg ausbleibt. Die Laufzeit deines Maklervertrages ist ein wichtiger Sicherheitsanker.
Die Exklusivität des Auftrags
Makler bieten oft einen „Exklusivvertrag“ an. Das bedeutet, nur dieser eine Makler darf deine Immobilie vermarkten. Vorteil: Der Makler investiert mehr in Marketing, da er weiß, dass er die Provision bei einem Verkauf erhält. Nachteil: Wenn dieser eine Makler nicht liefert, stehst du still.
Die Alternative ist der „einfache Auftrag“, bei dem du selbst parallel werben oder weitere Makler beauftragen kannst. Hier ist die Motivation des einzelnen Maklers oft geringer.
Schau im Angebot nach, ob es sich um einen Exklusiv- oder einfachen Auftrag handelt. Bei einem Exklusivvertrag musst du auf eine sehr hohe Servicequalität bestehen. Prüfe, ob es eine vorzeitige Kündigungsmöglichkeit gibt, falls die vereinbarten Leistungen nicht erbracht werden (z.B. nach 6 Wochen ohne Besichtigungstermin).
Die Pflicht des Maklers nach Vertragsende
Was passiert, wenn der Vertrag ausläuft und der Käufer, den der Makler vorgestellt hat, erst drei Monate später kauft? Hierzu gibt es meist eine sogenannte „Nachweismöglichkeit“ oder „Folgeprovision“. Diese regelt, dass der Makler noch Anspruch auf seine Provision hat, wenn der Kaufvertrag kurz nach Vertragsende mit einem von ihm nachgewiesenen Interessenten zustande kommt. Diese Frist sollte nicht zu lang sein – maximal drei bis sechs Monate sind hier üblich und fair.
Ganz egal, wie gut die Zahlen und Leistungen im Makler angebot klingen: Du arbeitest eng mit diesem Menschen zusammen, oft über Wochen oder Monate. Deine Immobilie ist ein emotionaler Wert für dich, und der Prozess des Verkaufs oder Kaufs ist stressig. Du brauchst jemanden, dem du vertraust. Um den passenden Partner zu finden, empfehlen wir dir einen Blick auf unseren Immobilien Marktplatz.
Nimm dir nach der Präsentation des Angebots Zeit. Fühlst du dich gut aufgehoben? Werden deine Fragen ernst genommen? Ein guter Makler erklärt dir jeden Punkt des Angebots geduldig und ohne Druck. Wenn dir jemand das Angebot vorsetzt und sagt, du müsstest sofort unterschreiben, ist das ein Warnsignal. Seriöse Makler geben dir Zeit, das Dokument zu prüfen und sich mit deinen Liebsten abzusprechen.
wie erkenne ich einen unseriösen maklervertrag?
Ein unseriöser Vertrag hat oft sehr lange Laufzeiten (über sechs Monate ohne Kündigungsoption) oder intransparente Provisionsregelungen. Achte darauf, ob der Makler dir unrealistisch hohe Preise verspricht, nur um den Auftrag zu bekommen. Wenn die versprochenen Leistungen nicht klar definiert sind, sei vorsichtig.
kann ich die maklerprovision verhandeln?
Ja, die Provision ist in der Regel verhandelbar, besonders wenn es sich um eine attraktive Immobilie in einer gefragten Lage handelt. Du kannst versuchen, bei einem Prozentsatz ein oder zwei Zehntelpunkte nach unten zu verhandeln. Alternativ kannst du versuchen, mehr Leistungen für den gleichen Preis herauszuhandeln, zum Beispiel eine professionellere Fotostrecke.
was passiert, wenn der makler nichts verkauft?
Wenn der Vertrag endet und kein Verkauf stattgefunden hat, schuldest du dem Makler in der Regel nichts, es sei denn, es wurde eine reine Vermittlungsgebühr für bereits erbrachte Leistungen (z.B. Exposé-Erstellung) vereinbart, was aber unüblich ist. Bei einem einfachen Maklervertrag schuldest du nur dann etwas, wenn du selbst einen Käufer gefunden hast und der Makler den Nachweis erbracht hätte, dass er diesen Interessenten geworben hat.